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Dr. Roland Grau - Praxis für Wunschkinder, Stuttgart

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Psycho­therapie (VT)

Die Wissenschaft befasst sich erst seit ungefähr 150 Jahren mit einer Erforschung und Behandlung psychischer Erkrankungen. In früheren Zeiten wurden die zugrundeliegenden Hirnstoffwechselstörungen meist als Besessenheit durch Dämonen religiös fehlinterpretiert. Die Betroffenen wurden nicht selten aus der Gesellschaft ausgestoßen oder getötet.

Das erste differenzierte beobachtungsbasierte Theoriesystem zur Erklärung der Entstehung psychischer Erkrankungen lieferte Sigmund Freud. Die Psychoanalyse nach Freud sieht die Erklärung für psychische Erkrankungen in schwerwiegenden Traumatisierungen und fehlender Befriedigung essentieller Bedürfnisse in der Kindheit. Entsprechend ist die Behandlung auf das Bewusstwerden und die Auflösung bisher unbewusster und abgewehrter Konflikte ausgerichtet, was den oft mehrjährigen Behandlungsaufwand erklärt.

Verhaltenstherapie (VT) geht auf die empirische Verhaltensforschung der Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Es wurde festgestellt, dass menschliches Verhalten lebenslang plastisch ist und zu großen Teilen erlernt wird. Psychische Störungen und daraus resultierende körperliche Beschwerden werden dabei als Ergebnis von dysfunktionalem Denken und Verhalten verstanden, welches in einem gestörten emotionalen Empfinden resultiert. Das Ziel ist hauptsächlich die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten, die eine bessere Selbstregulation ermöglichen.

Sowohl für Psychoanalyse als auch Verhaltenstherapie ist die Wirksamkeit bei der Behandlung psychischer Störungen wissenschaftlich belegt. Als Richtlinienverfahren sind sie Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung.

Charakteristika der Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie soll Leiden lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern. Individuell angestrebte Ziele und das therapeutische Vorgehen werden zwischen Klient und Therapeut vertraglich festgelegt. Charakteristisch für die VT ist die Konzentration auf gegenwärtige Handlungsdeterminanten, ohne dabei lebensgeschichtliche Erfahrungen bei der Analyse der Problementstehung zu vernachlässigen.

Der therapeutische Schwerpunkt liegt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung. Dies folgt der Annahme, dass Verhaltensweisen erlernt sind und damit auch neue Verhaltensweisen erlernt werden können. Die Rolle von Erbfaktoren wird dabei im Vulnerabilitäts-Stress-Modell berücksichtigt.

Die Behandlungsstrategien werden individuell auf die Probleme der Person angepasst. Um Veränderungen zu bewirken, ist es so nicht zwangsläufig notwendig, die Ursprünge des psychologischen Problems bis ins letzte Detail zu ergründen. Dies ist dann angebracht, wenn Patienten ein ausgeprägtes Interesse an der Entstehung ihrer Störung haben. Die Veränderung des problematischen Verhaltens liefert dabei keinen Aufschluss über die Entstehung der Störung, ist jedoch das therapeutische Ziel und wird mit einer Reihe spezifischer Interventionen verfolgt.

Als Therapieerfolg wird die im gewünschten Maß verbesserte Handlungskompetenz gesehen, was zur Verbesserung des emotionalen Empfindens, einer Reduktion von Krankheitssymptomen und einer allgemein verbesserten Lebensqualität innerhalb der durch die Realität gegebenen Grenzen führt.

Indikationen

Verhaltenstherapeutische Methoden werden bei vielen psychischen Störungen und psychosomatischen Erkrankungen mit Erfolg eingesetzt, ihre Wirksamkeit ist durch hunderte von Studien belegt. Nach dem Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates Psychotherapie der deutschen Bundesregierung ist Verhaltenstherapie wirksam bei

  • Abhängigkeiten von psychotropen Substanzen (z. B. Alkoholabhängigkeit)
  • (Teil-) Remittierten psychotischen Erkrankungen (u. a. Schizophrenie) und wahnhaften Störungen
  • Affektiven Störungen (z. B. Depression)
  • Angststörungen (z.B. Agoraphobie, Spezifische Phobie, Soziale Phobie, Panikstörung)
  • Zwangsstörungen
  • Belastungsstörungen (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung)
  • Dissoziativen, Konversions- und somatoformen Störungen
  • Essstörungen (z. B. Anorexia nervosa, Bulimia nervosa)
  • Persönlichkeitsstörungen und Störung vom Borderline Typ
  • psychosomatischen Erkrankungen (z. B. Spannungskopfschmerz, Bluthochdruck)

Entspannungsverfahren

Die meisten Menschen fühlen sich durch die beruflichen Anforderungen ebenso wie durch die Belastungen im Alltag gestresst. Dadurch entstehen Anspannung und Erschöpfung.

Über das Ausmaß der Belastung entscheidet nicht nur die Situation, sondern wie der Einzelne die Situation persönlich bewertet, seine Einstellung dazu und seine Bewältigungsstrategien.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass körperliche und mentale Anspannung vergesellschaftet sind. So kann mittels mentaler Entspannung die körperliche Anspannung reduziert werden und umgekehrt.

Neben unspezifischen Faktoren, die zu einer psychophysischen Entspannung verhelfen, wie Ausdauersport oder Yoga, existieren anerkannte Entspannungstechniken, durch deren gezielten Einsatz nach entsprechender Übung des Verfahrens ein Zustand tiefer und gesicherter Entspannung erreichbar ist.

Atementspannung (nach Tausch)

Mit Atementspannung nach Tausch steht eine einfach zu erlernende und anwendbare Technik zur Verfügung, belastende Anspannung zu reduzieren und so die eigenen Ressourcen zu verbessern.

Dabei wird der entspannende Effekt der Konzentration auf eine ausgeglichene, tiefe und rhythmische Atmung genutzt.

Da das Verfahren nicht an bestimmte Umgebungsparameter gebunden ist und nur einen geringen Zeitbedarf hat, kann es z.B. auch am Arbeitsplatz genutzt werden.

Progressive Muskelrelaxation (nach Jacobson)

Durch bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen wird ein Zustand tieferer Entspannung des ganzen Körpers erreicht.

Dazu werden die verschiedenen Muskelpartien des Körpers in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung kurz gehalten und anschließend die Spannung gelöst.

Durch Konzentration auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung wird die Körperwahrnehmung verbessert und das individuell normale Niveau der Muskelspannung gesenkt. Zugleich wird eine Reduktion auch der emotionalen Anspannung erreicht.

Anwendungsgebiete sind u.a. Schlafstörungen, Stressbeschwerden, Ängste, chronische Kopf- und Rückenschmerzen, Hypertonie, funktionelle Magen- und Darmbeschwerden, Immunstimulation.

Autogenes Training (nach Schulz)

Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, die ermöglicht, sich selbst mittels regelmäßiger Übung (2-3x tgl.) und Konzentration auf einfache auto-suggestive Leitsätze (Formeln) zu entspannen.

Der angestrebte Zustand ist dem Moment des Einschlafens ähnlich. Dabei können sich Geist und Körper in der völligen Entspannung auch untertags kurzfristig erholen und neue Kräfte sammeln.

Autogenen Trainings nimmt Einfluss auf zuvor unwillkürlich ablaufende Vorgänge im vegetativen Nervensystem.

Belegt sind u.a. bessere Durchblutung, Reduktion kardio-vaskulärer Erkrankungen, verbesserte Konzentration, Lern- und Leistungsfähigkeit, Schmerzreduktion, verbesserter Schlaf, Fettstoffwechselanregung, Immunstimulation, Stressreduktion sowie unterstützende Wirkung bei psychischen Belastungen.

Beratung

Der Leistungsumfang der GKV umfasst eine Beschwerden bezogene Beratung als begleitenden Inhalt der ärztlichen Leistung. Allerdings sieht der hinterlegte Zeitkorridor z.B. für die fachärztliche Gesamtleistung (Beratung und Untersuchung) der Frauenheilkunde einen Durchschnittswert von 12 min pro Quartal (3 Mon.) vor.

Daneben existiert ein Anspruch an die GKV für Psychotherapie. Dies setzt ein Krankheitsbild entsprechend ICD-10 voraus, das mittels Psychotherapie behandelt werden kann. Vorgesehen sind je nach Schwere 24-45 Therapiestunden. Nach Abschluss/Abbruch einer Therapie soll 2 Jahren keine weitere erfolgen.

Beratungen unter Verwendung verhaltenstherapeutischer Interventionen sind nicht Leistungsumfang der GKV, können aber mit wenigen Stunden Orientierung und Handlungsansätze bieten und so das Selfmanagement des Beratenen hinreichend verbessern.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen, sprechen Sie mich bitte an.

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