Wochenbett

Die Phase von sechs bis acht Wochen nach der Geburt wird als das Wochenbett bezeichnet. Diese Zeit ist geprägt von Milcheinschuss, Anpassung der Milchbildung an den Nahrungsbedarf des Kindes und die Rückbildung der Gebärmutter, die im Schwangerschaftsverlauf auf eine Gesamtmasse von mehreren Kilogramm angewachsen war, auf die Ausgangsmasse von 60-100 g. Außerdem erfolgt die Umstellung des Immunsystems der Mutter zurück zum normalen Arbeitsstoffwechsel, die Regeneration der schwangerschaftsbedingt überdehnten Bauchdeckenmuskulatur und der Beckenbodenmuskulatur und –nerven, die besonders bei vaginaler Geburt oft stark traumatisiert oder durch Rissbildung oder Dammschnitt verletzt worden sind. Die meisten Gebärenden entscheiden sich, in dieser Zeit regelmäßig eine Hebamme zu Rate zu ziehen. Es empfiehlt sich, bereits im ersten Trimenon eine entsprechende Betreuung nach der Geburt mit einer niedergelassenen Hebamme zu vereinbaren. Entsprechende Hebammenlisten finden sich bei Berufsverbänden, den geburtshilflichen Kliniken oder im Internet. Auch ich berate Sie bei Bedarf gerne.

Am Ende des Wochenbetts erfolgt eine Abschlussuntersuchung, bei der besonders der Verbleib von Plazentaresten mittels Ultraschall ausgeschlossen und die problemlose Funktion der Brust bei der Milchbildung beurteilt wird. Außerdem berate ich Sie gerne zu Sexualität, möglichen Empfängnis verhütenden Maßnahmen und beantworte ihre Fragen. Bitte vereinbaren Sie bereits bei Entlassung aus der Entbindungsklinik einen entsprechenden Termin zur Nachuntersuchung bei uns.