Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine bei Katzen häufig auftretende Infektion durch Toxoplasma gondii, die v.a. Durchfall verursacht. Die Infektion beim Menschen ist selten und erfolgt über Kontakt mit Katzen, z.B. bei Gartenarbeit im durch Katzenkot verunreinigten Erdreich oder an Sandspileplätzen, den Genuss von rohen Fleisch- und Wurstwaren und viel seltener durch Rohmilchprodukte. Nach Toxoplasmose-Infektion bildet sich eine Antikörper gebundene Immunität, jedoch sind auch dann sekundäre Toxoplasmose-Infektion möglich. Diese verlaufen meist folgenlos. Bei erstmaliger Erkrankung der Mutter in der Schwangerschaft entwickeln im ersten Trimenon 70 % der infizierten Kinder eine konnatale Toxoplasmose, die meist zur Fehlgeburt führt. Im zweiten und dritten Trimenon entwickeln 30 bzw. 10 % eine konnatale Toxoplasmose. Die infizierten Kinder zeigen epileptische Anfälle, kognitive Einschränkungen und Schäden an Leber, Lunge, Gehirn, Augen, Herzmuskel und Hirnhaut. 25 % der vor der Geburt infizierten Kinder haben geistige Behinderungen, Spastiken, Epilepsie, Hydrocephalus und Verkalkungen der Hirngefäße. Die typische Trias, bestehend aus Wasserkopf, intrazerebraler Verkalkung und Entzündung von Netz- und Aderhaut des Auges, wird jedoch nur bei 2 % der Betroffenen ausgeprägt. Die nachgewiesene Infektion wird antibiotisch behandelt. Je früher eine Behandlung begonnen wird, umso geringer ist die Schädigung des Kindes. Bei bekanntem Infektionsrisiko kann der Immunstatus der Mutter bereits vor einer Schwangerschaft bestimmt und während der Schwangerschaft in jedem Trimenon kontrolliert werden.