Schwangerschaftsunterbrechung

Nach Feststellung einer entwicklungsfähigen Schwangerschaft besteht nach aktueller Rechtslage bis zur 12. Entwicklungswoche die Möglichkeit der Schwangerschaftsunterbrechung aus sozialer Indikation (Wunsch der schwangeren Frau). Die Unterbrechung der Schwangerschaft ist rechtswidrig, bleibt aber straffrei. Hierzu bedarf es der ärztlichen Schwangerschaftsfeststellung (Bescheinigung) und der Beratung durch eine unabhängig beratende Institution (z.B. Caritas,…). Die Schwangerschaftsunterbrechung ist ein medikamentöser oder operativer Eingriff der dann  von einem anderen Arzt durchgeführt werden muss. Die Schwangerschaftsunterbrechung bei schwerwiegender Erkrankung des Kindes ist nicht zeitlich begrenzt. Zu beachten ist jedoch, dass das Kind ab einem Geburtsgewicht von 500 g Personenstandsrecht genießt.