Masters und Johnson

Masters und Johnson zeichneten in den 1950er und 1960er Jahren die ersten Labordaten über sexuelle Reaktionen des Menschen auf und widerlegten mit ihrer Arbeit falsche Vorstellungen über Sexualität. Zuvor hatte Kinsey durch Befragungen zu erfassen versucht, wie häufig bestimmte Sexualpraktiken in der Bevölkerung auftraten. Im Gegensatz dazu wollten Masters und Johnson die Struktur, Psychologie und Physiologie des Sexualverhaltens untersuchen, indem sie Masturbation und Geschlechtsverkehr im Labor beobachteten und Messungen vornahmen. So zeichneten sie die ersten physiologischen Daten des menschlichen Körpers und der Geschlechtsorgane während sexueller Erregung auf. Außerdem brachten sie mit ihren Ergebnissen und Schlussfolgerungen zum Ausdruck, dass Sex eine gesunde und natürliche Aktivität ist und als Quelle der Freude und Vertrautheit genossen werden kann.

Wichtigstes Ergebnis ihrer Forschungen ist ein Modell der sexuellen Reaktion des Menschen, welche sie in vier Stufen unterteilten: Erregungsphase - Plateauphase - Orgasmus – Rückbildungsphase.

(Hinweis: Bei der sexualmedizinischen Behandlung handelt es sich um eine individuelle Gesundheitsleistung, für die kein Leistungsanspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.)