Mammographie Screening

Jede achte Frau erkrankt in Deutschland an Brustkrebs (25% vor dem 50.Lj und 10% vor dem 40.Lj). Als Risiken identifiziert sind: Menopausenstatus, seltene und späte Schwangerschaften, lange Östrogenpräsenz (z.B. durch frühe Menarche, späte Menopause, Pille, systemische Hormontherapie), Übergewicht und v.a. Rauchen.

5-10% der Fälle liegt eine genetische Disposition zu Grunde. In den betroffenen Familien erkranken meist mehrere Frauen bereits in jungen Jahren an Brust- und/oder Eierstockskrebs. 2/3 dieser Fälle sind durch Mutationen in den Tumorsuppressorgenen BRCA 1 und 2 verursacht, die gesunde Zellen eigentlich vor ungebremster Vermehrung schützen sollen, dies aber durch die Mutation nicht mehr vermögen. Von mindestens einem weiteren, noch nicht identifizierten Gen wird ausgegangen. Eine Gendiagnostik setzt eine entsprechende Familienanamnese und eingehende genetische und psychosoziale Beratung voraus.

Screening bezeichnet eine Reihenuntersuchungform, bei der nicht wegen eines vorhandenen Befundes oder individuellen Risikos untersucht wird, sondern wegen epidemiologischer Daten, die eine rein statistische Wahrscheinlichkeit zum Ziel haben. Die Inzidenz von Brustkrebs hat einen doppelten Häufigkeitsgipfel zwischen 50. und 70. Lebensjahr. Deshalb ist Mammographie Screening Leistungsumfang der GKV für dieses Lebensalter (in zweijährigen Intervallen). Daneben ist eine Mammographie auch wegen eines tastbaren krankhaften Befundes indiziert.