Fehlgeburt

Von Fehlgeburt spricht man, wenn das Leben des Kindes vor Erreichen eines Körpergewichts von 500 Gramm endet, von Todgeburt, wenn es vor erfolgter Geburt stirbt. Eine Fehlgeburt stellt im Leben von Frauen bzw. Paaren, die sich Kinder wünschen, eine schwerwiegende krisenhafte Situation dar, da das Glück des erhofften Kindes schon zu greifen nah schien. So löst eine Fehlgeburt oft Schmerz und Verzweiflung aus, Selbstzweifel, Schuldgefühle, Ängste, Depression und die bange Frage aus: Warum? bzw. Werde ich jemals (wieder) ein Kind empfangen?

Gerne berate ich Sie ausführlich in Bezug auf die bei Ihnen mögliche und notwendige Diagnostik und Therapie. Außerdem erlaubt mir auch gerade meine therapeutische Erfahrung in der Behandlung von Angsterkrankungen und depressiven Störungen, Sie auf dem Weg zu Ihrem Wunschkind, aber auch bei langfristig unerfülltem Kinderwunsch zu begleiten.

Bedauerlicherweise sind Fehlgeburten beim Menschen ein relativ häufiges Ereignis: Bis zu 25% aller eingetretenen Schwangerschaften enden als Fehlgeburt. Die Fehlgeburtsrate ist von verschiedenen Faktoren abhängig z.B. vom Lebensalter und Lebensstil der Frau.

Die Eizellreserve, die eine Frau im gebärfähigen Alter besitzt, wurde im 4. Monat der eigenen Embryonalentwicklung (also noch im Bauch der eigenen Mutter) durch Zellteilung und Zellwanderung im Bereich der sich dort formierenden Eierstöcke angelegt. Während die Spermien im Hoden des Mannes lebenslang aus einem Keimepithel durch Zellteilung neu gebildet werden, werden die Eizellen der Frau von diesem Zeitpunkt in der Ruhephase der Reduktionsteilung (Meiose) aufbewahrt und sind so der Zellalterung und sämtlichen äußeren Einflüssen durch Strahlung, biologische und chemische Schädigungsfaktoren ausgesetzt.

So verwundert es kaum, dass Lebensalter und Lebensstil einen erheblichen Einfluss auf die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit, die Wahrscheinlichkeit von Fehlgeburten und die Wahrscheinlichkeit, ein gesundes Kind zu gebären, haben.

Besonders das Risiko, der Entwicklung genetischer Fehler, z.B. der fehlerhaften Verteilung von Chromosomen steigt mit dem Lebensalter. Dabei sind außer der Fehlverteilung der Geschlechtschromosomen und des 21. Chromosoms in Form der Trisomie 21 sämtliche anderen Verteilungsfehler mit dem Tod des Organismus verbunden. Tritt der Tod schon früh in der menschlichen Fetalentwicklung ein, spricht man von einer Fehlgeburt, nach der 12 SSW von einer späten Fehlgeburt, und wäre das sich entwickelnde Kind nach dem Schwangerschaftsalter bereits lebensfähig gewesen, von einer Todgeburt.