Eisprung

Sicher ist Ihnen die Bedeutung dieser Fragen bewusst. Der Periodenzyklus ist zweiphasig: In der ersten Zyklushälfte reift unter Einfluss des Hypophysenhormons FSH (Follikel stimulierendes Hormon) im Eierstock ein Eibläschen und darin die Eizelle aus. Das Eibläschen benötigt für diese Ausreifung 11-14 Tage. Im wachsenden Eibläschen werden androgene Hormonvorstufen in das weibliche Sexualhormon Estradiol umgewandelt. Dieses bewirkt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Ein Eibläschen ist etwa ab einem Durchmesser von 17 mm ausreichend reif für den Eisprung. Beim Eisprung wird das Eibläschen undicht, die ausströmende Flüssigkeit schwemmt die Eizelle in den Eileiter, wo sie von dort vorhandenen Spermien befruchtet werden kann. Jedoch kann das Eibläschen bis auf 25 mm anwachsen, bevor es zum Eisprung kommt. Daraus ergibt sich für die optimale Zeit für eine Empfängnis ein Zeitraum von ca. 6 Tagen. Den hormonellen Reiz zur Auslösung des Eisprungs verursacht ein Ausstoß des Hypophysenhormons LH (luteinisierendes Hormon) aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Dieser LH-Peak wird zeitlich getriggert von der Endorphinausschüttung des weiblichen Gehirns, wie sie im Rahmen eines Orgasmus erfolgt, kann aber auch ohne diesen ausgelöst werden. Nach erfolgtem Eisprung wandelt sich das Eibläschen in den Gelbkörper um. Dieser produziert in der zweiten Zyklushälfte unter Einfluss des LH das Sexualhormon Progesteron, wodurch die Gebärmutterschleimhaut Nährstoffe einlagert und sich so auf die Versorgung eines wachsenden Embryos vorbereitet. Soll eine fortlaufende Schwangerschaft eintreten, muss der Gelbkörper zumindest 12 Tage seinen Stoffwechsel zur Produktion von Progesteron und Estradiol aufrechterhalten. Deshalb ergibt sich für einen wirksamen ovulatorischen Periodenyklus meist eine Gesamtdauer von 27-30 Zyklustagen.