Cytomegalie

Die Erstinfektion mit Cytomegalievirus verläuft in 99 % ohne wesentliche Krankheitssymptome. Symptome der Infektion können Fieber, Lymphknotenschwellung, Kopf- und Gliederschmerzen sein. Bis zu 60 % der Gesunden sind Träger von CMV, es bleibt lebenslang in lymphatischem Gewebe erhalten. Mit 0,3-1% ist CMV die häufigste Infektion in der Schwangerschaft und wird in 40% auf den Feten übertragen. Kommt es im ersten oder zweiten Trimenon zur Infektion, kann dies zu Fehlbildungen an Herz-Kreislauf-System, Magen-Darm-Trakt, Skelett und Muskeln, Vergrößerung der Leber und der Milz, Petechien, Mikrozephalus, intrazerebralen Verkalkungen, Netzhautentzündung, Hörstörungen und schwerer geistiger Retardierungen mit einem IQ unter 70 führen. In Deutschland sterben jährlich etwa 60 Kinder an CMV und mehr als 1000 werden mit CMV-bedingten Behinderungen geboren. Die Letalität beträgt 12-30 %. 90%  der überlebenden Kinder weisen Spätfolgen auf. Der Immunstatus der Mutter sollte deshalb bereits vor einer Schwangerschaft bestimmt und während der Schwangerschaft in jedem Trimenon kontrolliert werden.