3D-Ultraschall

Die dreidimensionale Betrachtung (3D) ermöglicht eine räumliche Darstellung des ungeborenen Kindes bzw. einzelner Organe und Körperpartien durch rechnerische Prozessierung bei Bilderzeugung der mittels Ultraschall gewonnen Reflexsignale.  Der Ablauf entspricht dem anderer Ultraschall-Untersuchungen, setzt aber spezielle Sonden voraus und hat einen erhöhten Zeitbedarf. Ein um die Dimension der Zeit erweitertes Verfahren des 3D-Ultraschalls ist der 4D-Ultraschall. Bereits mit dem üblichen Ultraschall festgestellte oder vermutete körperliche Besonderheiten (Herzfehler, Gesichts-Spalten, Spina bifida aperta,  Anenzephalie,…) können oft deutlicher mit dem 3D-Ultraschall gesehen und dementsprechend in ihrer Ausprägung und Behandelbarkeit besser eingeschätzt werden. Chromosomale Störungen (Down-Syndrom, Edwards-Syndrom, Pätau-Syndrom,…) können nicht diagnostiziert werden. Die günstigsten Zeiträume für 3D-Aufnahmen sind die 12. bis 16. Schwangerschaftswoche für Bilder vom ganzen Ungeborenen, die 17.-22. Schwangerschaftswoche für Bildes des Gesichts und die 25. bis 33. Schwangerschaftswoche für Detailbilder einzelner Organe und Körperpartien des Ungeborenen. Wie gut das Ungeborene bzw. seine einzelnen Organe und Körperpartien zu sehen sind und ob auch das Geschlecht erkannt werden kann, hängt nicht nur vom Untersuchungsgerät, sondern besonders von der Lage des Ungeborenen, Plazenta-Sitz, Fruchtwassermenge (wenig Fruchtwasser bedeutet schlechtere Schallleitung),  Schwangerschaftswoche und Dicke der mütterlichen Bauchdecke ab. Wenn die Umstände günstig sind, können die Elternpaare auch die meistens als besonders schön empfundenen Bewegungsbilder des Kindes im 4-D-Modus betrachten.